Der richtige Umgang mit den MitarbeiterInnen und deren Bedürfnisse

DER RICHTIGE UMGANG
MIT DEN MITARBEITERINNEN
UND DEREN BEDÜRFNISSE

Heutzutage sind MitarbeiterInnen und vor allem fachlich und sozial gute MitarbeiterInnen sehr rar. Mangelnde Interesse an der Branche der jungen Menschen, die steigende Anzahl derer, die eine Ausbildung abbrechen oder nach der Ausbildung in einer anderen Branche arbeiten und die ständig steigenden Ansprüche der Gäste sind keine
besonders positiv beeinflussenden Faktoren für das Finden neuer MitarbeiterInnen.

Warum nicht also auch mal den Fokus verstellen und versuchen die wenigen MitarbeiterInnen die einem bleiben möglichst lange zu behalten?

MitarbeiterInnen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Diese teilen sich in psychologische Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, soziale Bedürfnisse, Individualbedürfnisse und ein Streben nach Selbstverwirklichung. Ziemlich viel auf einmal, oder? Es hört sich nach mehr an, als es eigentlich ist und viele dieser Bedürfnisse sind auch recht einfach zu befriedigen, ohne dass man sich übermäßig verausgaben muss als UnternehmerIn.

Psychologische Bedürfnisse: zu diesen Bedürfnissen gehört eine ausreichende
Bezahlung
sowie eine vernünftige Gestaltung der Arbeitszeit, so dass die weiteren
Bedürfnisse wie Hunger, Schlaf und Durst befriedigt werden können.

Sicherheitsbedürfnisse: MitarbeiterInnen sind keine UnternehmerInnen und streben in der Regel nach Sicherheit. Hierzu gehört ein langfristiger Arbeitsvertrag und eine
Altersversorgung. In Australien beispielsweise zahlen die Arbeitgeber einen extra
Beitrag in eine Altersvorsorge ein.

Soziale Bedürfnisse: zu den sozialen Bedürfnissen gehören die Arbeit im Team und ein gutes Betriebsklima, welches die sozialen Kontakte innerhalb des Teams fördern. Wie sieht es mit Ihren Fähigkeiten innerhalb der Kommunikation aus? Führen Sie regelmäßig Teambesprechungen durch, wo Sie sich mit allen MitarbeiterInnen austauschen und alle auf einen Stand der Dinge bringen und das gemeinsame Ziel fokussieren?

Individualbedürfnisse: wenn die ersten drei Bedürfnisse gestillt sind, entstehen weitere Bedürfnisse bzw. werden bewusst. So streben alle MitarbeiterInnen auch nach Anerkennung und Status, also nach Stellung innerhalb des Unternehmens. Sicher haben Sie schon feststellen können, was es bedeutet, wenn neue MitarbeiterInnen in das Unternehmen kommen und die gefestigten Strukturen aufgelockert werden. Das ist eine Herausforderung für alle MitarbeiterInnen die ggf. schon einen gewissen Status im Unternehmen haben bzw. diesen beanspruchen. Lassen Sie Ihre MitarbeiterInnen spüren gute Arbeit zu erledigen. Wann haben Sie Ihre MitarbeiterInnen das letzte Mal gelobt und das nicht nur zwischen Tür und Angel?

Selbstverwirklichung: hierzu gehören Mitbestimmung und Einfluss. Das ist mit Sicherheit die größte Schwierigkeit. Viele denken, dass dies nur im Management-Bereich möglich ist, aber dies ist keinesfalls so. Es geht auch darum, dass
MitarbeiterInnen bzw. deren Vorschläge ernst genommen werden. Selbstverständlich geben Sie das Ziel vor, doch manchmal kann es auch nachhaltig sein, wenn Sie sich auf Ihre MitarbeiterInnen verlassen, dass diese Ihr Ziel auch erreichen möchten. Nicht immer ist es notwendig, dass Sie jeden kleinen Schritt in Art und Weise im Detail definieren. Vertrauen Sie darauf, dass Ihre MitarbeiterInnen auch an das Ziel kommen. Ebenfalls gehört in diesen Bereich, dass Sie bei der
Arbeitszeiteneinteilung und Urlaubsgestaltung die Wünsche Ihrer MitarbeiterInnen berücksichtigen.

Und unterschätzen Sie keinesfalls das Potenzial von möglicher positiver Mund-zu-Mund-Propaganda von zufriedenen
MitarbeiterInnen. Wie wäre es auch, wenn Sie sich Ihren pro-aktiven KollegenInnen anschließen und sogar eine Provision an Ihre MitarbeiterInnen zahlen, wenn diese Ihnen neue MitarbeiterInnen beschaffen?